Was mögen Sie an sich selbst am wenigsten?
Marianne Hengl: Meine Ungeduld! Ich hasse es, wenn ich mit mir selbst und anderen Menschen so ungeduldig bin. Perfektionistin zu sein, ist im Prinzip kein Fehler, aber Pedanterie wirkt extrem unsympathisch.
Wovon träumen Sie?
Marianne Hengl: Vom Tanzen! Als Jugendliche habe ich wahnsinnig darunter gelitten, es nicht zu können. Ich weiß, dass es mir im Blut liegt, dass ich super tanzen könnte, wenn ich gehen könnte. Mein Himmel wird so sein, dass ich tanze und tanze und tanze – mit meinem Stefan, meinem Papa, meinem Bruder und allen anderen Männern, mit denen ich jetzt nur in meinen Tagträumen tanze!
Anbei als pdf Dokument den ganzen Artikel ...
Das Treffen mit Hubert von Goisern heute vor einer Woche war total super ;-) Wir haben schon 2x ein tolles Projekt miteinander gemacht.
Alles Gute lieber Hubert auf deiner Tournee. Apropos das Konzert in Innsbruck war da Hammer: http://www.youtube.com/watch?v=l-XYBJOKNMg.
Das Tiroler Landesreisebüro schreibt bereits zum 3. Mal eine barrierefreie Kreuzfahrt vom 24.08. – 01.09.2012 speziell für Rollstuhlfahrer und gehbehinderte Personen aus.
Heuer steht die Nordsee am Programm: Nachdem Sie in Kiel an Bord gehen, erwarten Sie maßgeschneiderte Landausflüge, wunderschöne Städte und die berühmten norwegischen Fjorde. Auch das behindertengerecht ausgestattete Schiff MSC Poesia lässt keine Wünsche offen.
Achtung: Frühbucherbonus bis 28.03.2012.
Hier das Programm ...
So wie im letzten Jahr dürfen wir uns zum Weltfrauentag wieder melden. Wenn ihr euch erinnert haben wir 2011 zwei Damen vorgestellt, die zwar „Lebensfroh – aber nicht ganz so sexy“ sind.
Frau sein hat so viele Facetten: Wir möchten euch heute die rechte und linke Hand einer speziellen Frau vorstellen, nennen wir sie M. Katharina.
Wie werden diese krummen Hände betrachtet?
Die Reaktionen auf unser Aussehen sind sehr unterschiedlich. Von Ekel und Berührungsangst bis Mitleid und Fürsorge ist schon alles vorgekommen. Auf den ersten Blick ist aber meistens eines klar: uns traut keiner etwas zu. Wir sind aber die Hände einer Frau, die voll im Berufsleben steht, den Haushalt managt und sich ganz normal mit Assistenz am gesellschaftlichen Leben beteiligt.
Frage an die linke Hand: Sie schätzen sich selbst als die stärkere ein. Woran liegt das?
Meiner Stärke musste ich mir erst einmal bewusst werden, denn ich war nicht immer mit meinem „andersartigen“ Aussehen zufrieden. Aber ich war verglichen mit meinem Gegenüber schon immer die Aktivere. Wo es nur ging, habe ich versucht ehrgeizig und mit Unterstützung „meines sturen Kopfes“ die Grenzen zu durchbrechen. Ich weiß, dass ich das Essen nicht zum Mund führen kann. Ich reiche weder zur Nase, um sie zu kratzen, noch kann ich beschwingt und lässig durch die Haare fahren. Aber ich kann mich auf meinen Geist und meine Seele verlassen, die für jede Herausforderung eine Lösung finden. Ich bin auch nicht zu stolz, um Hilfe und Unterstützung anzunehmen und ich bin diejenige, die DANKE sagen kann, wenn ich mich zum Gruß ausstrecke.
Und die rechte Hand …
Es stimmt, ich bin von Geburt an die Schwächere. Ich kann zwar unterstützend dazu beitragen, dass es die linke Hand nicht ganz so schwer hat, aber eigentlich habe ich eine ganz andere, wunderbare Aufgabe. Ich bin diejenige, die den Ehering - nun schon 16 stolze Jahre - trägt. Täglich werde ich liebevoll berührt, wenn mir mein Ehemann den Ring wieder zurechtrückt, damit das schöne Steinchen zu sehen ist. Ich kann nicht verstehen, weshalb sich so viele immer wegen eines perfekten Aussehens Gedanken machen. An mir kann man sehen, dass das Äußere alleine nicht wichtig ist, um glücklich zu sein.
M. Katharina verabschiedet sich mit einer kleinen Bitte:
Liebe Frauen, steht zu euch! Lasst euch nicht in ein Rollenmuster drängen, schön genug, erfolgreich genug, sexy genug sein zu müssen. Seid euch genug, so wie ihr seid und mit dem was ihr tut. Und glaubt an euch, auch wenn manchmal das Licht nicht so hell ist.
„Eine Handvoll zum Leben und dabei Ruhe und Frieden ist besser als beide Hände voll sinnloser Jagd nach Wind“.
Ich wünsche euch morgen einen ehrlichen Frauentag und reiche euch die linke Hand von Herzen.
Eure M. Katharina
Was ist Ihrer Meinung nach der Hauptgrund, wenn Menschen mit Behinderung keinen Job finden können?
Erlauben Sie mir bitte einen Schwachpunkt aufzuzeigen, den viele vielleicht nicht gerne hören: Ob man es glaubt oder nicht, es gibt auch Unternehmen, die Menschen mit Behinderung gerne anstellen würden. Ein paar meiner Erfahrungen haben gezeigt, dass die verantwortlichen und öffentlich zuständigen Beratungs- und Vermittlungsstellen (AMS, Arbeitsassistenz, Bundessozialamt, Pro Mente …) oft nicht kompetent, hartnäckig und nachhaltig ihre Klienten vertreten. Es ist auch Fakt, dass Unternehmen - von og. Stellen - nicht gut beraten werden. So weiß ich aus eigener Erfahrung, dass dadurch immer wieder behinderte Menschen um einen adäquaten Arbeitsplatz umgefallen sind. Gerade vor ein paar Monaten ist die Unternehmerin einer großen Firma an mich herangetreten. Sie hat mir ihren Spießrutenlauf beschrieben, den sie auf sich nehmen musste, um eine junge Frau mit Behinderung in ihrem Unternehmen einstellen zu können. Klar ausgedrückt: Es sind nicht immer die Firmen schuld, wenn es um Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung geht.
Was ist Ihr persönliches Geheimrezept, um erfolgreich zu sein?
Das Rezept für Erfolg gilt gleichermaßen für behinderte wie für nicht-behinderte Personen: Mein Arbeitstag hat oft mehr als 14 Stunden. „Ohne Fleiß kein Preis“. Als behinderter Mensch muss man sich ständig beweisen und noch mehr Initiative und Tatkraft an den Tag legen. Es braucht eine genaue Vorbereitung, ein gut durchdachtes Konzept und sehr viel Organisation. Wichtig ist, sich immer ein Ziel vor Augen zu halten und Schritt für Schritt den Berg zu erklimmen. Kleinere Auszeiten und ein liebevolles, familiäres Umfeld machen den Kopf wieder frei und verhindern, ein Workaholic zu werden.
Das ganze Interview finden Sie im pdf Dokument - siehe unten ...
Mein Handicap ist auch meine Chance.
Behindert! Was bedeutet das in unseren Tagen? Was hat das immer schon für die betroffenen Menschen bedeutet? Ich kann das für mich sehr klar beantworten: Als Mensch mit einem Handicap wird man behindert. Es werden Barrieren errichtet oder sie bestehen einfach ob der Gedankenlosigkeit derer, die scheinbar normal ihre Wege ziehen. Bis zu meinem fünften Lebensjahr war mir selbst gar nicht bewusst, dass ich behindert bin. Ich habe in meinem Leben viele Schmerzen und Ängste überwinden müssen. Der Weg zur Anerkennung war steinig. Sollte es durch meine Arbeit gelingen, manch anderem Menschen diesen Weg zu erleichtern, so hat mein Leben seinen tiefen Sinn gefunden.
Seht selbst::
http://www.rollon.at/pix_db/documents/RollOn.pdfhttp://www.rollon.at/pix_db/documents/RollOn.pdf
Darf ich euch meine Hymne vorstellen: Wir lieben das Leben. OTL Hannes Apfolterer hat sie für mich und meinen Verein RollOn Austria geschrieben und am 1. Oktober mit der Tiroler Kaiserjägermusik uraufgeführt.
Da sagt noch einer ich bin kein Glückskind ;-)
Kathi Hagn und Romana Haitzmann
Es war schon dazumals eine ganz besondere Stimmung - die SchülerInnen waren ganz bei der Sache. Ich habe mit ihnen ausführlich über das Thema Behinderung geredet, meine „anders-geformte“ Figur beschrieben, von meinem Leben erzählt, hab’ die jungen Leute meine Hände anfassen lassen - sie konnten meine Behinderung hautnah erleben.
Zwei der SchülerInnen, Kathi Hagn und Romana Haitzmann waren so beeindruckt, dass sie mir zusammen mit ihrem Religionslehrer Kurt Mikula ein Lied namens "Marianne Wirbelwind" gewidmet haben.
Dieses Engagement hat mich ganz besonders gerührt ... Es liegt mir am Herzen dieses "Geschenk" mit euch allen zu teilen, ein Klick auf Youtube genügt ...