Mein Dienstgeber:

Das slw Soziale Dienste der Kapuziner

 

1971 – 1980 Besuch der Volks- und Hauptschule sowie des Polytechnischen Lehrgangs im Elisabethinum Axams

 

seit 1980 beschäftigt im slw Soziale Dienste der Kapuziner im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising.

_____________________________________________________________

 

„Wir bauen auf dich“

 

Ein zu Hause gibt den schützenden Rahmen zur Entwicklung seiner Selbst. Es bietet den nötigen Rückhalt bei Fehlschlägen und lässt einen wieder zu Kräften kommen.

So ein zu Hause ist das das slw Soziale Dienste der Kapuziner für derzeit rund 250 Menschen mit Benachteiligung - Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Mit einem Alter von 6 Jahren wurde ich selbst ein Kind des slw. Durch meine Behinderung, einer Gelenksversteifung an allen 4 Gliedmaßen, sitze ich im Rollstuhl. Der Besuch einer lokalen Schule in meiner Heimat Salzburg war aufgrund mangelnder Barrierefreiheit nicht möglich. Da es im Bundesland Salzburg damals keine vergleichbare Schule für Kinder mit Behinderung gab, wurde ich ins Elisabethinum in Axams, eine der Einrichtungen des slw geschickt.

Von da an war diese Schule mein neues zu Hause. Durch die große Distanz zu meinem Elternhaus verbrachte ich die ganze Woche im Internat. Was zu Anfang eine Herausforderung war, da ich meine gewohnte Umgebung natürlich sehr vermisste, entpuppte sich mit der Zeit als Chance für mich, die ich nur zu gerne ergriff. Im Nachhinein ist mir bewusst, wie viel ich meiner Schulzeit im Elisabethinum zu verdanken habe. Ich lernte mich von meiner Behinderung nicht behindern zu lassen und selbstbewusst auf meine Talente zu vertrauen.

Und ich blieb dem slw treu. Nach Beendigung meiner Schulpflicht im Jahre 1980 wurde ich in diesem Unternehmen als Sekretärin, später im Bereich des Fundraisings und der Öffentlichkeitsarbeit tätig. Diese Arbeit versetzt mich in die Position etwas davon zurückgeben zu können, was ich als Kind des slw erfahren durfte. Ich habe selbst davon profitieren dürfen, in einem Rahmen zu wachsen, der zum einen Schutz bietet und gleichzeitig den Glauben an die eigenen Fähigkeiten fördert. Jetzt schätze ich mich glücklich für all jene Menschen stellvertretend sprechen zu dürfen, welche die gleichen Erfahrungen machen.

 

Meiner schweren Behinderung zum Trotz, bin nun in der Lage meine Talente für die Bausteinaktion „Wir bauen auf dich“ einzusetzen. Gemeinsam mit dem Paten dieser Aktion, Skilegende und Unternehmer, Harti Weirather haben wir seit Beginn dieser Aktion vor fast einem Jahr schon viel erreicht. Unserem Ziel, Spendengelder über 2 Millionen Euro zu lukrieren, sind wird in dieser Zeit bereits um rund 600.000,00 Euro näher gekommen.

 

„Jeder alleine trägt nur einen Stein, aber gemeinsam bauen wir ein Haus.“

Ihre Spende kann ein Stein sein, der diesen Häusern, dem Haus Franziskus und der Bubenburg, seine endgültige Form verleiht und damit Menschen mit Benachteiligung mehr Raum in unserer Gesellschaft bietet. Ein Haus besteht nicht nur aus großen, massiven Steinen, es sind die kleinen Kieselsteine, die dem Beton die Kraft geben ein Gebäude zusammenzuhalten.

Jedes Steinchen – jede Zuwendung zählt und ist ein unverzichtbarer Bestandteil für unsere Lebensaufgabe, Menschen mit Behinderung ihren Platz in unserer Welt zu sichern.

  

Marianne Hengl

TT SLW-Beilage.pdf
Adobe Acrobat Dokument 2.1 MB